da lese ich und denke
Eine Antwort könnte ich ihm darauf geben, doch irritiert mich seine Vehemenz gegen die, die dort leben. Ich lebe auch dort. Ich bin nichts Links, ich bin nicht Rechts, vielleicht bin ich nicht mal Mitte. Ich habe jedoch Gedanken dazu, vieles wird abgewägt, manches gesprochen, anderes verschwiegen. Letztlich hätte ich ihm schreiben und diese Worte gebrauchen können:
"Der Schnitt, der Bruch, den eine Biografie unverschuldet ereilt, macht aus dem Menschen das, was er sich nicht erträumt hat. Versuchen an den Punkt davor zurück zukommen, gelingt nicht. Alles hat sich verändert, man kann es aber auch nicht sehen wollen. Man kann aber auch zu viel sehen. Helfende Hände sind vielleicht da, werden ergriffen, werden fortgestoßen. Eigenes Kämpfen, nicht versagen, völlig versagen. Erst am Ende wird man feststellen, was da gelaufen ist, nur ändern geht nicht. Manchmal ist des Resümee positiv, manchmal negativ..."
Doch betrachte ich mir nun den Text, hätte ich nach dem ersten Satz schon enden sollen. Ich führe jedoch ein Selbstgespräch, das nicht unterbrochen werden kann, ich kann es nur beenden.

Es muss keinen Sinn ergeben, doch ich lese, was ich dachte oder hätte ihm schreiben können. Irgendwann werde ich ein paar Worte an ihn richten, davon bin ich felsenfest überzeugt.

(Anmerkung, ich habe diesen Text verlinkt, weil ich ihn dort nicht noch einmal schreiben oder direkt veröffentlichen wollte)