Sonntag, 4. März 2012
nicht zu übersehen
Ja,es ist Sonntag.Allerdings kommt er in einem gepflegten Grau daher und es sieht nicht danach aus,das er das gestrige Sonnenwetter toppen will.Lustlos,na da ist er in bester Gesellschaft,mir fehlt der Antrieb.Es sind noch Dinge zu erledigen,die werde ich aber auch im angestrebten Schneckentempo schaffen.

In der Früh,nachdem ich gegen sechs die Zeitung und die Post von gestern aus dem Briefkasten gefischt habe,blätterte ich in Begleitung einer Tasse Kaffee in den gedruckten Seiten.Es mag an der Stille des Morgens gelegen haben,das ich darüber stolperte,wie sehr manche Artikel mit Neid regelrecht getränkt wurden.Häme,Spott...das die Nachrichten sich von Sachlichkeit entfernen,mag an diesen Zeiten liegen,was dennoch eine magere Entschuldigung darstellt,sofern es entschuldbar ist.Der Grad zwischen Moral,Recht und Empfindungen,dieser ganze Populistische Wahn...am Ende ist nur wichtig,das man auf der richtigen Seite steht,damit du den ganzen Scheiß nicht einmal selbst abbekommst.Ich weiß,das ich in jungen Jahren über Sachen anders dachte,es gab aber auch Dinge,die gab es nicht zu jenen Zeiten.Und die Überschaubarkeit von Wichtig und Nichtwichtig war gegeben.Mit dem Fluß der Zeit und den Möglichkeiten die nun angeschwemmt werden,sieht es anders aus.Und wenn ich mir nicht die Zeit für Besinnung und Hinterfragung nehme,wird es schneller passieren,das ich in ein fertiges Schema rausche,fern meiner eigenen Moralvorstellungen womöglich,mit der beängstigen Vorstellung,am Ende wie ein Pferd mit Scheuklappen durch den Rest meines Lebens zu jagen,getrieben durch eine Peitsche,die von anderen geschwungen wird.Es liegt an mir,das zu verhindern.

Es ist ein Wust an Gedanken und da sind noch mehr.

Wie gesagt,es ist still,an diesem Sonntagmorgen.